Laut einer aktuellen Umfrage würden 92% der Befragten ihren Strom gern aus umweltschonenden Energiequellen beziehen. 56% würden dafür sogar mehr bezahlen. Da Ökostrom staatlich gefördert wird, ist er manchmal sogar billiger als herkömmlicher Strom.
Aber was genau ist eigentlich der grüne Strom?
Stromanbieter, Verbraucher- und Umweltschutzverbände sind sich einig darin, dass Strom nur dann als Ökostrom bezeichnet werden kann, wenn er aus regenerativen Energiequellen stammt. Als “erneuerbar” gelten zunächst die Energiequellen, die nach menschlichen Maßstäben unbegrenzt verfügbar sind: Wasser-, Wind- und Sonnenenergie sowie Erdwärme.
Holz – als nachwachsender Rohstoff – zählt ebenfalls zu den erneuerbaren Energien. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) sind Sonderfälle. Überwiegend wird deren Technik bei Kohle- und Gaskraftwerken eingesetzt: also bei Anlagen, die fossile Brennstoffe verfeuern und damit nicht “regenerativ” sind.
Da KWK die Wirkung aber enorm steigern, helfen sie, große Mengen von Emissionen und Rohstoffverbrauch zu vermeiden.Wenn auch kein Ökostrom im eigentlichen Sinne, kann Strom aus KWK-Anlagen daher dennoch als ökologisch sinnvoll gelten. Zum echten Ökostrom wird KWK-Strom, wenn er aus Biomasse gewonnen wird. Wer sich für einen Öko-Stromanbieter entscheidet, sorgt nicht etwa dafür, dass er persönlich nur noch Strom aus erneuerbaren Energien erhält: Die Stromerzeuger speisen die elektrische Energie in das allgemeine Stromnetz ein; da Strom immer die gleiche Form hat, egal wie er erzeugt wird, erhalten Sie den gleichen Strom wie bisher. Das bedeutet auch, das Ihre Stromversorgung sicher ist.
Da sich der Ökostromanbieter aber verpflichtet, soviel Energie einzuspeisen, wie Sie verbrauchen, sorgen Sie so dafür, dass sich der Energiemix im Stromnetz immer weiter in Richtung erneuerbarer Energien bewegt und damit immer “grüner” wird – ein effektiver und nachhaltiger Schritt in die Zukunft!
Ökostrom-Anbieter
Einige Netzbetreiber haben sich inzwischen den Wünschen der Verbraucher, aber auch den Belangen des immer weiter fortschreitenden Klimawandels angepasst – sie bieten Strom ausschließlich aus regenerativen Quellen an. Andere Anbieter garantieren in Ihrem Energiemix einen Mindestanteil aus erneuerbaren Energien.
Natürlich gibt es auch in dieser Branche schwarze Schafe, die mit dem Lable “Öko” Geld verdienen wollen. Wenn Sie sich zu einem Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter entschließen und dadurch dafür sorgen wollen, dass Ihr Geld nicht weiter in Atom- und Kohlekraftwerke fließt und Sie das Machtmonopol von den großen Energieversorgern, wie RWE, E.ON, Vattenfall und EN.BW nicht länger unterstützen, sollten Sie über Ihren neuen Stromanbieter vorab ein paar Fragen stellen:
- Handelt der Ökostrom-Anbieter ausschließlich mit Energie aus erneuerbaren Quellen?
Verkauft der Anbieter auch Strom aus konfenzionellen Quellen fließt Ihr Geld möglicherweise in den Bau von Atomkraftwerken oder unterstützt Klimakiller, wie Stein- oder Braunkohlekraftwerke.
- Handelt es sich um einen unabhängigen Ökostrom-Anbieter?
Ist der Anbieter z.B. eine Tochterfirma eines großen Energieversorgers, unterstützen Sie weiterhin dessen Machtmonopol und Ihr Geld dient weiter der Nutzung fossiler Brennstoffe.
- Liefert der Ökostrom-Anbieter bundesweit?
Viele Stadtwerke gehöhren anteilig einem der 4 Atomkonzerne und beziehen ihren Strom auch über diese.
- Investiert der Ökostrom-Anbieter in den Neubau von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie oder in sonstige Maßnahmen zum Umweltschutz?
Nur mit dem Neubau von umweltfreundlichen Kraftwerken kann der Energiemix nachhaltig geändert werden.
- Liefert der Ökostrom-Anbieter tatsächlich “Ökostrom”?
Lt. der gesetzlich vorgeschriebenen Stromkennzeichnung muss Ökostrom zu mindestens 50% aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Der Anteil der Kraftwärme-Kopplung (KWK) aus Erdgas darf 50% nicht überschreiten.
Unser Partner Verivox hat auch alle Ökostromanbieter miteinander verglichen. Hier finden Sie den besten Anbieter mit dem besten Preis für Ihre Ansprüche.
