Wärmepumpe

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Heizen Sie mit Kälte!

Überall in unserer Umgebung befindet sich Energie. Nicht nur Sonnenstrahlung lässt sich in nutzbare Energie umwandeln, auch die in Erdreich, Wasser oder Luft gespeicherte Wärme kann genutzt werden. Erst bei -273,15°C ist der Umwelt sämtliche Energie entzogen. Eine Wärmepumpe wandelt diese Kraft in Raumwärme oder Warmwasser um. Überraschenderweise können sie der Umgebung selbst bei Außentemperaturen bis -20°C mit der Wärmepumpe soviel Energie entziehen, dass sich damit Ihr Zuhause angenehm wärmen lässt. Und im Sommer kann die Wärmepumpe umgekehrt zur Kühlung beitragen, indem sie den Räumen überschüssige Wärme entzieht.

Dabei ist eine Wärmepumpe sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll. Im Vergleich zu einer Ölheizung spart die Wärepumpe im Jahr bis zu 3.800 kg CO² ein. Zwar sind bei der Installation einer Wärmepumpe durch Baukosten und Kollektoren hohe Investitionen nötig, die Betriebskosten verringen sich aber erheblich im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen. Eine Wärmepumpe kommt z.B. mit 50% der Betriebskosten einer Gastherme aus. Das sind ca. 450 €, die jedes Jahr gespart werden können!

Die Investitionskosten einer Wärmepumpe können durch Förderungen gesenkt werden. Die wichtigsten Fördermittel stellen die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Darüber hinaus gibt es auch Förderprogramme einiger Länder, Kommunen und Energieerzeuger. Damit Ihnen keine Förderung entgeht, empfehlen wir Ihnen die Förderdatenbank foerderdata. Hier finden Sie rund 5.700 aktuelle Förderungen der Städte, Landkreise, Gemeinden, Energieversorger, Bundesländer und des Bundes.

Welche Förderung können Sie bekommen?

KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert eine Wärmepumpe mit besonders zinsgünstigen Darlehen. Neben tilgungsfreien Anlaufjahren locken diese Kredite mit langen Laufzeiten und niedrigen Zinssätzen.

Sanierungen

Der Einbau einer Wärmepumpe in einem Bestandsgebäude kann mit einem Kredit bis zu 75.000 € je Wohneinheit gefördert werden (Programm 151). Es gilt ein effektiver Jahreszins ab 2,02 Prozent im Jahr. Die Kreditlaufzeit dieser KfW Förderung beträgt bis zu 30 Jahren.

Auch Selbstfinanzierer können bezuschusst werden (Programm 430). Abhängig vom erreichten Effizienzstandard ist ein Zuschuss von bis zu 13.125 €, für einzelne Sanierungsmaßnahmen ein Zuschuss von bis zu 2.500 € möglich.

Neubau

Wer einen Neubau (gilt auch für Um- oder Anbauten) plant, kann ebenfalls eine Förderung der KfW beantragen (Programm 153). Entspricht der Neubau dem KfW-Effizienzstandard 70 eines Passivhauses oder besser, können bis zu 100% der Baukosten übernommen werden, insgesamt sind bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit möglich.

Folgende Kreditbedingungen der KfW Förderung gelten:

  • effektiver Zinzsatz 2,88 Prozent pro Jahr
  • Tilgungszuschuss bis zu 10 Prozent der Darlehenssumme
  • 10 Jahre Zinzbindung
  • kostenfreie außerplanmäßige Tilgung möglich

Zum Antragsformular der KfW

BAFA

Am 07.Juli 2010 gab das Umweltministerium die Aufhebung der Haushaltssperre des Marktanreizprogrammes (MAP) bekannt. Seit dem 12.07.2010 können wieder Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – nach neuer Förderrichtlinie – gestellt werden.

Alle bis zur Verkündung des Programmstopps am 3. Mai 2010 beim BAFA eingegangenen Anträge werden jetzt bearbeitet und erhalten bei positivem Bescheid die volle Förderung nach den alten Konditionen. Im Zeitraum vom 4. Mai 2010 bis zum 11. Juli 2010 beim BAFA eingegangene Anträge werden abgelehnt. Für nach den neuen Förderrichtlinien förderbare Anlagen ist eine erneute Antragstellung möglich und erforderlich. Die dafür notwendigen Formulare und Informationen finden Sie beim BAFA.

Für Wärmepumpen gelten höhere Effizienzanforderungen. Sie werden nur noch dann gefördert, wenn sie die folgenden hohen Jahresarbeitszahlen erreichen

  • Jahresarbeitszahl von mind. 3,7 bei Luft / Wasser-Wärmepumpen
  • Jahresarbeitszahl von mind. 4,3 bei Wasser / Wasser-Wärmepumpen sowie Sole / Wasser-Wärmepumpen
  • Jahresarbeitszahl von mind. 1,3 bei gasbetriebenen Wärmepumpen

Im Einzelnen sehen die Förderungen wie folgt aus:

  • Für Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen im Neubau 10 Euro/m² (maximal 2.000 Euro) Bei mehr als zwei Wohneinheiten 10% der nachgewiesenen Nettoinvestition
  • Für Luft/Wasser-Wärmepumpen im Neubau 5 Euro/m² (maximal 850 Euro) Bei mehr als zwei Wohneinheiten 8% der nachgewiesenen Nettoinvestition
  • Für Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen im Bestand 20 Euro/m² (maximal 3.000 Euro) Bei mehr als zwei Wohneinheiten 15% der nachgewiesenen Nettoinvestition
  • Für Luft/Wasser-Wärmepumpen im Bestand 10 Euro/m² (maximal 1.500 Euro) Bei mehr als zwei Wohneinheiten 10% der nachgewiesenen Nettoinvestition

Zum Antragsformular des BAFA

Es gibt verschiedene Arten von Wäremepumpen. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Technik. Auch der Unterschied in Aufwand, Kosten und Wirkungsgrad ist u.U. erheblich. Welche Anlage für welches Gebäude sinnvoll ist, hängt aber nicht nur von finanziellen Möglichkeiten und erwünschtem Nutzen ab, sondern auch von den Gegebenheiten des Grundstücks.

Wenn Sie Ihren Neubau mittels Wärmepumpe heizen wollen oder nachtraglich eine Wärmepumpe einbauen wollen, sollten Sie sich daher unbedingt beraten lassen.

Wir bieten Ihnen hier die Möglichkeit, die Angebote und Preise von Anbietern aus Ihrer Umgebung kostenlos zu vergleichen:



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Luft-Wärmepumpe

Die Luftwärmepumpe

Die Luftwärmepumpe entzieht der Luft Wärme und gibt sie als Heizwärme im Innenbereich ab. Bei Außentemperaturen bis -20°C kann ausreichend Wärme erzeugt werden. Aufwand und Kosten sind geringer als bei anderen Wärmepumpen. Die Luftwärmepumpe lässt sich gut nachträglich einbauen; allerdings ist ihr Wärmeertrag geringer. Sie ist für Passivhäuser geeignet.

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Wasser-Wärmepumpe

Die Wasserwärmepumpe

Die Wasserwärmepumpe entzieht dem Wasser Wärme. Am besten eignet sich dafür Grundwasser, da es eine konstante Themperatur zwischen 9°C und 12°C aufweist. Bis zu einem Grundwasserspiegel von 20m Tiefe ist eine Wasserwärmepumpe wirtschaftlich. Auch die Qualität des Wassers ist ausschlaggebend für die Rentabilität einer solchen Anlage.

Fotolia 21126729 XS 150x150 Wärmepumpe

Erd- oder Sole-Wärmepumpe

Die Erd- oder Solewärmepumpe
Die Erdwärmepumpe entzieht die Wärme dem Erdreich anhand von Kollektoren. Um ein Haus angemessen zu heizen, benötigt man eine Kollektorfläche, die etwa doppelt so groß ist wie die Wohnfläche des Hauses. Diese Fläche darf weder bebaut, noch mit tiefwurzelnden Pflanzen bepflanzt werden.





Wie funktioniert eine Wärmepumpe:



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