Energie ist ein hohes Gut: Aktuelle Berechnungen gehen davon aus, dass eine angenehme Lebensqualität einen jährlichen Energieverbrauch von 9000 kWh pro Kopf erfordert – das entspricht jeweils dem Energiegehalt, der in 1.000 Litern Öl steckt.
Diese 9000 kWh für den Einzelnen umfassen seinen unmittelbaren Bedarf an Strom, Benzin, Heizmaterial und Herd-Energie, aber auch die Energie, die zur Herstellung der Güter seines Bedarfs aufgewendet werden muss. Bei einem geringeren Verbrauch wird das Leben mühsamer, bei einem höheren stehen Energieverbrauch und Lebensqualität in keinem vertretbaren Verhältnis mehr.
2003 lag der pro-Kopf-Verbrauch in Europa allerdings bei 43.000 kWh! Zwar ist in Deutschland der Verbrauch in den letzten Jahren leicht gesunken, weltweit muss aber von einer Steigerung um 1/3 (!) des Energieverbrauchs bis zum Jahr 2020 ausgegangen werden.
Energie ist nicht nur teuer – und der Anstieg der Preise ist fast rasanter als der Anstieg des Verbrauchs -, die Rohstoffe, aus denen Energie gewonnen wird, sind überdies auch noch knapp ( vgl. Tabelle unten). 80% der Energie, die wir heute weltweit verbrauchen, wird aus Erdöl gewonnen; Erdöl ist aber auch ein Rohstoff, der bei der Herstellung von Plastik, Wasch- und Reinigungsmitteln, Farben und Lacken eine wichtige Rolle spielt. Vor allem bei der Herstellung von Arzneimitteln!
Der Stoff ist eigentlich zu wertvoll, ihn aus dem Schornstein oder aus dem Auspuff hinauszuheizen.
So lange reichen die Rohstoffvorkommen der Erde:
| Reserven* | Ressourcen** | |
| Kohle | 95 Jahre | Weitere 470 Jahre |
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Erdgas |
70 Jahre | Weitere 75 Jahre |
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Uran |
67 Jahre | Weitere 150 Jahre |
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Erdöl |
42 Jahre | Weitere 21 Jahre |
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Unkonventionelles Erdöl*** |
17 Jahre | Weitere 21 Jahre |
*gesichertes und wirtschaftlich gewinnbares Vorkommen
** nicht gesichertes oder nicht wirtschaftlich gewinnbares Vorkommen
*** Öl, dessen Förderung kostspielig, schwierig, umweltschädlich und sehr langsam ist, z.B. Tiefsee- oder polares Öl
Zudem sind wir in Deutschland durch den unwiederbringlichen Verbrauch fossiler Brennstoffe hochgradig abhängig von Rohstoff-Lieferungen aus politisch und ökonomisch instabilen Fördergebieten. Und nicht nur die regelmäßig wiederkehrenden ökologischen Katastrophen nach Tankerunglücken oder im Jahr 2010 im Golf von Mexiko durch einen Ölbohrschaden zeigen uns, dass es so nicht weitergehen kann. (Ob daraus gelernt wird, ist eine andere Frage: 120 km vor der Küste von Louisiana im Golf von Mexiko wird längst wieder nach Öl gebohrt …).
Energieeffizienz ist damit einer Frage der Nachhaltigkeit mit Blick auf spätere Generationen, des Klima- und Umweltschutzes, und zugleich – in Zeiten der Finanzkrise nicht zuletzt – eine des eigenen Portemonnaies. Einsparpotenzial gibt es in nahezu jedem Haushalt – und anhand unserer Quick-Checkliste können Sie rasch überprüfen, wo Sie Energie und Kosten einsparen können, ohne dass Sie deshalb auf Lebensqualität verzichten müssten.
Quick-Checkliste
1. Haben Sie den richtigen Stromversorger?
Ökologische Verantwortung und finanzielle Klugheit können Hand in Hand gehen – finden Sie den Stromversorger mit dem richtigen Preis und dem richtigen Energiemix für Ihre Vorstellungen! Wir haben die besten Tarife für Sie herausgesucht – mit kostenlosem Vergleich.
- Haben Sie Tarife verglichen?
- Kennen Sie Tipps zum Anbieterwechsel?
- Wissen Sie genug über Ökostrom-Anbieter?
2. Energiegewinnung
Photovoltaik, Solarthermie, Regenwassernutzung? Heute gibt es mehr Möglichkeiten als je, Strom ressourcenschonend – und finanziell ertragreich! – in Eigenregie zu gewinnen. Wir stellen Ihnen Möglichkeiten vor: Sie können kostenlos und unverbindlich Angebote anfordern, die Sie in Ruhe vergleichen können.
- Möchten Sie Ihren eigenen Strom erzeugen?
- Möchten Sie selbst Warmwasser erzeugen?
- Möchten Sie selbst Raumwärme erzeugen?
3. Energieeffizienz
Bei dem einen ist es der Handytarif, der ihn arm macht, bei dem anderen ein alter Kühlschrank. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Stromfresser vermeiden, Haushaltsgeräte ressourcenschonend auswählen und Ihre Technik auf dem neuesten Stand halten können.
- Haben Sie die Kontrolle über Ihren Energieverbrauch?
- Ist Ihr Haus ausreichend gedämmt?
- Wissen Sie genug über Energieeffizienzklassen?
4. Energiespartipps
Gewußt wie! Hier ein brennendes Lämpchen, dort der tropfende Wasserhahn – Kleinigkeiten! Aber sie läppern sich schnell zu ärgerlichen Summen zusammen. Mit unseren Tipps zum Energie-Sparen vermeiden Sie unnötige Kosten. In unserer Zusammenstellung haben wir zusammengetragen, was Sie im Alltag tun können, Ihr sauer verdientes Geld nicht dem Energieversorger in den Rachen zu werfen.
- Kennen Sie Energiespartipps, mit deren Hilfe Sie Strom sparen oder Licht sparen können?
- Kennen Sie Energiespartipps um Heizkosten zu sparen?
- Kennen Sie Energiespartipps, mit deren Hilfe Sie Wasser sparen können?
- Kennen Sie Energiespartipps fürs Autofahren?