Feb 6

Energie und Verbrauch

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Energie ist ein hohes Gut: Aktuelle Berechnungen gehen davon aus, dass eine angenehme Lebensqualität einen jährlichen Energieverbrauch von 9000 kWh pro Kopf erfordert – das entspricht jeweils dem Energiegehalt, der in 1.000 Litern Öl steckt.

Diese 9000 kWh für den Einzelnen umfassen seinen unmittelbaren Bedarf an Strom, Benzin, Heizmaterial und Herd-Energie, aber auch die Energie, die zur Herstellung der Güter seines Bedarfs aufgewendet werden muss. Bei einem geringeren Verbrauch wird das Leben mühsamer, bei einem höheren stehen Energieverbrauch und Lebensqualität in keinem vertretbaren Verhältnis mehr.

2003 lag der pro-Kopf-Verbrauch in Europa allerdings bei 43.000 kWh! Zwar ist in Deutschland der Verbrauch in den letzten Jahren leicht gesunken, weltweit muss aber von einer Steigerung um 1/3 (!) des Energieverbrauchs bis zum Jahr 2020 ausgegangen werden.

Energie ist nicht nur teuer – und der Anstieg der Preise ist fast rasanter als der Anstieg des Verbrauchs -, die Rohstoffe, aus denen Energie gewonnen wird, sind überdies auch noch knapp ( vgl. Tabelle unten). 80% der Energie, die wir heute weltweit verbrauchen, wird aus Erdöl gewonnen; Erdöl ist aber auch ein Rohstoff, der bei der Herstellung von Plastik, Wasch- und Reinigungsmitteln, Farben und Lacken eine wichtige Rolle spielt. Vor allem bei der Herstellung von Arzneimitteln!

Der Stoff ist eigentlich zu wertvoll, ihn aus dem Schornstein oder aus dem Auspuff hinauszuheizen.

So lange reichen die Rohstoffvorkommen der Erde:

Reserven* Ressourcen**
Kohle 95 Jahre Weitere 470 Jahre

Erdgas

70 Jahre Weitere 75 Jahre

Uran

67 Jahre Weitere 150 Jahre

Erdöl

42 Jahre Weitere 21 Jahre

Unkonventionelles

Erdöl***

17 Jahre Weitere 21 Jahre

*gesichertes und wirtschaftlich gewinnbares Vorkommen

** nicht gesichertes oder nicht wirtschaftlich gewinnbares Vorkommen

*** Öl, dessen Förderung kostspielig, schwierig, umweltschädlich und sehr langsam ist, z.B. Tiefsee- oder polares Öl

Zudem sind wir in Deutschland durch den unwiederbringlichen Verbrauch fossiler Brennstoffe hochgradig abhängig von Rohstoff-Lieferungen aus politisch und ökonomisch instabilen Fördergebieten. Und nicht nur die regelmäßig wiederkehrenden ökologischen Katastrophen nach Tankerunglücken oder im Jahr 2010 im Golf von Mexiko durch einen Ölbohrschaden zeigen uns, dass es so nicht weitergehen kann. (Ob daraus gelernt wird, ist eine andere Frage: 120 km vor der Küste von Louisiana im Golf von Mexiko wird längst wieder nach Öl gebohrt …).

Energieeffizienz ist damit einer Frage der Nachhaltigkeit mit Blick auf spätere Generationen, des Klima- und Umweltschutzes, und zugleich – in Zeiten der Finanzkrise nicht zuletzt – eine des eigenen Portemonnaies. Einsparpotenzial gibt es in nahezu jedem Haushalt – und anhand unserer Quick-Checkliste können Sie rasch überprüfen, wo Sie Energie und Kosten einsparen können, ohne dass Sie deshalb auf Lebensqualität verzichten müssten.

Quick-Checkliste

1. Haben Sie den richtigen Stromversorger?

Ökologische Verantwortung und finanzielle Klugheit können Hand in Hand gehen – finden Sie den Stromversorger mit dem richtigen Preis und dem richtigen Energiemix für Ihre Vorstellungen! Wir haben die besten Tarife für Sie herausgesucht – mit kostenlosem Vergleich.

2. Energiegewinnung

Photovoltaik, Solarthermie, Regenwassernutzung? Heute gibt es mehr Möglichkeiten als je, Strom ressourcenschonend – und finanziell ertragreich! – in Eigenregie zu gewinnen. Wir stellen Ihnen Möglichkeiten vor: Sie können kostenlos und unverbindlich Angebote anfordern, die Sie in Ruhe vergleichen können.

3. Energieeffizienz

Bei dem einen ist es der Handytarif, der ihn arm macht, bei dem anderen ein alter Kühlschrank. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Stromfresser vermeiden, Haushaltsgeräte ressourcenschonend auswählen und Ihre Technik auf dem neuesten Stand halten können.

  • Haben Sie die Kontrolle über Ihren Energieverbrauch?
  • Ist Ihr Haus ausreichend gedämmt?
  • Wissen Sie genug über Energieeffizienzklassen?

4. Energiespartipps

Gewußt wie! Hier ein brennendes Lämpchen, dort der tropfende Wasserhahn – Kleinigkeiten! Aber sie läppern sich schnell zu ärgerlichen Summen zusammen. Mit unseren Tipps zum Energie-Sparen vermeiden Sie unnötige Kosten. In unserer Zusammenstellung haben wir zusammengetragen, was Sie im Alltag tun können, Ihr sauer verdientes Geld nicht dem Energieversorger in den Rachen zu werfen.

Okt 28

Einspeisevergütung 2012

Posted in Energiepolitik

Auch 2012 entwickelt sich die Photovoltaik auf ihrem Weg zur marktfähigen Wirtschaftlichkeit ohne Förderung weiter – damit zugleich tun wir auch einen weiteren großen Schritt weg von den fossilen Brennstoffen. Seit der Einführung des Stromeinspeisegesetzes 1991, das im Frühjahr 2000 vom Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG abgelöst wurde, war die Einspeisevergütung das wichtigste Instrument, die Umstellung hin zu erneuerbaren Energien zu verwirklichen.

Gerade die letzten Ereignisse haben deutlich gemacht, wie notwendig diese Umstellung ist. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, Fukushima – die Energiewende ist nötiger denn je.

Einspeisevergütung 2012

Die Einspeisevergütung ist nicht nur ein wichtges Mittel auf diesem Weg, sie ist indirekt auch ein Kontrollinstrument. Der Zweck der Einspeisevergütung ist der Anreiz für den Verbraucher neue Photovoltaikanlagen zu installieren und so langfristig die flächendeckende Versorgung mit erneuerbarer Energie zu ermöglichen. Der Zweck der Degression ist der Anreiz für die Hersteller, die Technik weiter zu entwickeln und die Anlagen immer preisgünstiger und effizienter zu machen. Da die Degression an die Zuwachszahlen des Vorjahres gekoppelt ist, kann man den Erfolg der Einspeisevergütung an der Höhe der Degression ablesen.

Am 27. Oktober 2011 hat die zuständige Bundesnetzagentur die Einspeiservergütungssätze für 2012 bekannt gegeben. Im Bemessungszeitraum (Okt. 2010 – Sept. 2011) wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 5200 MWp neu installiert, die Einspeisevergütung wird daher nach § 20a, Abs. 3 des EEG im Januar 2012 um 15% abgesenkt werden. Dies übersteigt die Basis-Degressionsrate der Einspeisevergütung um 6 Prozentpunkte.

Durch die vor allem seit Mai/Juni 2011 stark gefallenen Preise für Photovoltaikmodule sind die Investitionsbedingungen in Photovaltaik in Deutschland besser denn je. Die Marktforscher von IHS iSuppli gehen daher für die 2. Jahreshälfte 2011 von einem deutlich höhren Zubau als im Zeitraum 01-06 2011 aus. Das lässt vermuten, dass auch die Degression der Einspeisevergütung 2013 über der Basis-Degressionsrate liegen wird.

Die sichere Kalkulationsbasis aufgrund der auf 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung, die gefallenen Investitionskosten und die hohen Wirkungsgrade moderner Solarmodule machen Photovoltaikanlagen zu einer sicheren Geldanlage und zu einer Investition in die Zukunft und die Umwelt.
Die genauen Zahlen zur Einspeisevergütung 2012 finden sie hier.

Dez 11

Greenpeace: Rückschlag für den Klimaschutz in Durban

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Die 17. UN-Klimakonferenz wirft den internationalen Klimaschutz nach Auffassung von Greenpeace zurück. Weder die Beschlüsse zum Kyoto-Protokoll noch der Fahrplan für ein neues weltweites Klimaabkommen sind ausreichend, um die Klimaerwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.

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Dez 8

Greenpeace: Flammender Protest vor Bundeskanzleramt

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Mit einem brennenden CO2-Zeichen fordern Greenpeace-Aktivisten heute Morgen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin einen entschiedenen Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den Klimaschutz. Sie halten ein Banner mit der Forderung Frau Merkel: Nicht nur Banken, auch das Klima retten!.

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Dez 7

Greenpeace veranstaltet Klima-Infotage in Wolfsburg

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Greenpeace lädt vom heutigen, Mittwoch, den 7.12. bis Samstag, den 10.12. zu Klima-Infotagen nach Wolfsburg ein. Mit einer Veranstaltungsreihe wird die unabhängige Umweltschutzorganisation zum Thema Volkswagen und die dunkle Seite des Klimaschutzes informieren.

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Dez 4

Klimagipfel: Wo bleibt das Engagement der Klimakanzlerin?

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Nach der ersten Verhandlungswoche droht die UN-Klimakonferenz in Südafrika an der Blockadehaltung der USA und der Führungsschwäche der EU zu scheitern. Mitschuld daran trägt auch die ehemalige Klimakanzlerin Angela Merkel: Diese hat jeglichen Erwartungen an einen Erfolg der Konferenz in ihrer jüngsten Videobotschaft eine klare Absage erteilt.

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Dez 2

Greenpeace fordert von Autoherstellern in Brüssel klares Bekenntnis zum Klimaschutz

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Greenpeace-Aktivisten protestieren heute vor dem Treffen des europäischen Automobilverbandes ACEA in Brüssel. Sie fordern die Vorstandsvorsitzenden der 15 großen Automobilkonzerne auf, die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge massiv zu senken. Volkswagen – Lobbying against climate laws (Volkswagen – Lobbyarbeit gegen Klimaschutzgesetze) lautet die Botschaft auf den Plakatwänden, die die Umweltschützer vor dem Gebäude platziert haben.

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Dez 1

Deutsche Bahn kann auf Ökostrom umsteigen

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Die Deutsche Bahn könnte ihren Strombedarf innerhalb der nächsten 20 Jahre komplett aus Erneuerbaren Energien decken. Der Umstieg auf 100 Prozent Ökostrom wäre auch wirtschaftlich vertretbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das arrhenius-Institut für Energie- und Klimapolitik im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.

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Nov 28

Greenpeace-Aktivisten protestieren in Klein Gusborn auf der Südroute der Castorstrecke

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Vier Greenpeace-Aktivisten haben sich in Klein Gusborn zwischen Dannenberg und Gorleben in einem Transporter auf der Straße im Asphalt festgemacht. Eine Durchfahrt ist den elf Castorbehältern auf ihrem Weg vom Verladebahnhof in Dannenberg in das Zwischenlager Gorleben somit versperrt. Auf einem Banner steht Ausstieg aus Gorleben – Castor Stopp.

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Nov 28

600-fach erhöhte Strahlung durch Atommüll-Transport

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Greenpeace-Experten messen seit 5.00 Uhr am Verladebahnhof in Dannenberg die Neutronenstrahlung am Castortransport. Die Messungen nach den ersten Behältern zeigen, dass die Dosisleistung auch bei diesem Transport erneut hoch ist. Selbst in einer Entfernung von etwa 14 Metern konnte Greenpeace noch eine Neutronenstrahlung von 4,5 Mikrosievert pro Stunde nachweisen, über 600-mal mehr als die wenige Stunden zuvor am gleichen Ort gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen. Zwar liegt die Strahlung damit vermutlich innerhalb der Grenzwerte. Die zulässige Jahresdosis an Radioaktivität würde aber in direkter Nähe der Behälter innerhalb weniger Stunden erreicht.

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Nov 27

Greenpeace besteht auf Strafanzeige gegen Umweltminister Sander

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Greenpeace hält an seiner Strafanzeige gegen den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) trotz eines ablehnenden Bescheids der Staatsanwaltschaft in Lüneburg fest. Die unabhängige Umweltschutzorganisation hat gegen den Ablehnungsbescheid des Staatsanwalts vergangenen Donnerstag Beschwerde eingelegt.

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Nov 27

Notfalls ohne USA – Weltklimagipfel am Scheideweg

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Sollte die amerikanische Delegation erneut die kommenden UN-Klimaverhandlungen blockieren, müssen die Staaten einen neuen Klimaschutzvertrag notfalls ohne die USA auf den Weg bringen. Diplomatische Samthandschuhe gegenüber den USA aus Angst vor wirtschaftlichen Konsequenzen kann sich der Klimaschutz nicht mehr leisten, sagt Martin Kaiser, Leiter Internationale Klimapolitik von Greenpeace.

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